Katze in Not – was tun?
Immer wieder begegnen wir Katzen, die Hilfe zu brauchen scheinen. Doch nicht in jedem Fall ist ein Eingreifen sinnvoll oder nötig. Hier erfahren Sie, wann Sie handeln sollten und wie Sie Katzen in Not am besten unterstützen können.
- Sichtbar verletzte oder kranke Katzen
- Sehr junge Kitten ohne Muttertier (länger als 2–3 Stunden)
- Katzen in akuter Gefahr (Straße, Baugrube, eingesperrt)
- Stark abgemagerte, dehydrierte Tiere
- Katzen mit sichtbarem Parasitenbefall
- Gesunden Freigänger-Katzen – sie gehören jemandem
- Kitten mit Muttertier in der Nähe
- Scheuen, aber offensichtlich gesunden Katzen
- Katzen, die lediglich dünn erscheinen (manche Rassen sind schlank)
Erste Schritte bei einem Katzenfund
- Sicherheit geht vor: Nähern Sie sich vorsichtig. Verletzte Katzen können aus Angst kratzen oder beißen.
- Dokumentieren: Notieren Sie den Fundort, die Uhrzeit und den Zustand der Katze. Machen Sie nach Möglichkeit ein Foto.
- Kontakt aufnehmen: Rufen Sie unser Tierheim oder die Tierrettung an. Wir beraten Sie am Telefon über die nächsten Schritte.
- Wärme und Ruhe: Wenn Sie die Katze sichern können, bringen Sie sie an einen warmen, ruhigen Ort. Bieten Sie frisches Wasser an.
- Kein Futter ohne Rücksprache: Bei verletzten oder sehr schwachen Tieren kann Futter schaden. Fragen Sie vorher unsere Mitarbeiter.
Tiernotruf 24h: Bei akuten Notfällen erreichen Sie unsere Tierrettung rund um die Uhr unter 0151 510 300 77. Zögern Sie nicht – jede Minute kann zählen.
Besonderer Fall: Kitten ohne Mutter
Wenn Sie junge Kitten ohne Muttertier finden, beobachten Sie die Situation zunächst aus sicherer Entfernung. Die Mutter könnte auf Futtersuche sein und bald zurückkehren. Erst wenn nach 2 bis 3 Stunden kein Muttertier erscheint, sollten Sie handeln.
Sehr junge Kitten (unter 4 Wochen) benötigen spezielle Aufzuchtmilch und regelmäßige Fütterung alle 2–3 Stunden. Bringen Sie sie möglichst schnell ins Tierheim oder zu einem Tierarzt.